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Das Einmaleins des Einrichtens

Räume gestalten ist eine Kunst, die man lernen kann. Wir geben Ihnen Tipps, die das Umsetzen Bereich für Bereich erleichtern. Lassen Sie aus Ihrer Wohnung Ihr Zuhause werden.

1 – Wohnen
Wohnräume brauchen Stilbrüche, je individueller, desto besser. Haben Sie Omas Sofa geerbt? Dann darf es selbstverständlich einziehen. Vor einer poppigen Wand bekommen seine verspielten Kurven neuen Schwung. Die Farbe und der neue Bezug lassen es frischer und jugendlicher aussehen. Moderne, dazu dekorierte Beistelltische und eine messingfarbene Deckenlampe senken den Altersdurchschnitt weiter. Außerdem hat so ein Erbstück eine ganz persönliche Geschichte, und die Kombination von Alt und Neu ist und bleibt ein bewährtes Rezept, um Räumen eine persönliche Ausstrahlung zu geben. Auch Muster können spannende Kontraste schaffen. Ist Ihr Sofa mit einem Muster bezogen, binden Sie den Teppich einfarbig mit ein. Ist das Sofa allerdings einfarbig ,dürfen Sie den Teppich mit Mustern bespielen – ganz nach Lust und Laune.
 
2 – Essen
Der Essplatz ist immer das Zentrum des Familienlebens oder Freundeskreises und ein besonders geselliger Ort. Interessant wird er nicht nur durch eine rege Gästerunde, sondern zum Beispiel auch durch lebendige Tapetenmuster. Parkett ist mit seiner natürlichen Maserung besonders ausdrucksstark, Stühle und Hocker können ganz bewusst aus verschiedenen Möbelprogrammen gewählt werden, beides bringt Bewegung in den Raum. Die schwarze, Hängeleuchte bildet einen starken Mittelpunkt und hält die „tanzende“ Tischszene in der Balance.
 
 3 – Der Flur
Der Flur hat mit Vorurteilen zu kämpfen. Allzu oft wird er zur unwichtigen Durchgangszone abgewertet. Dabei hat er im wahrsten Sinne des Wortes eine Schlüsselposition. Sie können ihm Schuhe und Regenschirme, nasse Klamotten, die Hundeleine und, ja auch die Schlüssel anvertrauen. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, findet jedes Stück seinen Platz. Mit einem edlen Grauton wird der Flur zur farbneutralen Schleuse, hinter den Türen darf es bunt weitergehen. Wichtig sind praktische Böden wie ein pflegeleichtes Buchenparkett. Ein weicher Teppich aus robuster Kunstfaser nimmt nur wenig Übel auf und macht den Flur wohnlicher.

4 – Schlafen
Das Schlafzimmer ist der Rückzugsort schlechthin. Seine Ausstattung richtet sich nur nach ganz persönlichen Bedürfnissen. Brauchen Sie optische Ruhe? Dann ist eine Einrichtung in Weiß und Grau mit luftigen Vorhängen das Richtige. Andere Schlafen gerne in einer „Höhle“ mit dunklen Wänden oder lieben kräftige Farben. In kleinen Räumen sollte man wuchtige Kleiderschränke möglichst vermeiden. Das Beste wäre eine separate Kleiderkammer. Wer die nicht hat, kann Einbauschränke einplanen, die so ruhig wie eine Wand wirken. Gefragt sind weiche Materialien mit Schmusefaktor: Plaids, Kissen, weicher Teppichboden und Schmusekatzen. Auch ein Schuss Romantik wie ein Himmelbett ist erlaubt. Unbedingt in den Lichtschalter einen Dimmer einbauen!
 
5 – Küche
Materialkombinationen und Oberflächen, die die Sinne ansprechen, machen eine Küche erst wohnlich. Ob weiße Backsteinwand kombiniert mit weißen Metrofliesen und Holzregalen oder die hippe weiße Marmorarbeitsfläche mit weißen Lackfronten, Holzoberschränken ergänzt mit Details in Mattschwarz (Wasserhahn und Deckenlampe). Die Kombination mit Schwarz ist besonders edel, aber die Holzfronten und ihre Strukturen aus der Natur haben einen so neutralen Look, dass sie sich in jedem Wohnstil und Farbkonzept anpassen und nie aus der Mode kommen.
 
6 – Deko
Dekoration ist Kunst. Dinge gekonnt zu arrangieren und aus vielen Einzelteilen ein stimmiges Ganzes zu zaubern setzt ein wenig Fingerspitzengefühl voraus.
Wenn Sie ein paar Regeln beachten, ist das leichter, als Sie denken:

1. Suchen Sie sich ein Thema, zum Beispiel eine Farbkombination

2. Bilden Sie Gruppen. Glanz zu Glanz oder Alt zu Neu.

3. Schaffen Sie eine Bühne. Das kann in Ihrem Bücherregal sein, auf dem Beistelltisch oder dem Sideboard.

4. Auch die Wandgestaltung ist Dekoration!! Zum Beispiel mit einer Fototapete, einer außergewöhnlichen Bildhängung oder auch einer Wandvertäfelung.
 
 7 – Arbeiten
Wer den Luxus eines eigenen Arbeitszimmers nicht hat, sucht sich fürs Home-Office ein freies Eckchen. Doch bitte nicht im Schlafzimmer, sonst nehmen Sie die Arbeit mit in die Nacht und glauben Sie uns - es gibt erfreulichere Träume als die unerledigte Arbeit. Wer den Schreibplatz in den Wohnbereich integriert, sollte ihn schön aber schlicht in Szene setzen, zum Beispiel mit schmalem Schreibtisch oder einem Sekretär den man bei „Nichtbedarf“ zuklappen kann. Die Schubladen eines Schreibtisches sind praktische Ordnungshelfer. Kommen Gäste, wandert der Stuhl in die Runde am Esstisch.
 
8 – Bad
Was kann man tun, damit ein kleines Bad nicht beengend wirkt?

1. Fliesen nur da, wo es nötig ist: halbhoch für Waschtisch, WC und Wanne, höher nur in der Dusche. Die Decke sollte durchgehend hell sein, das verbessert die Lichtverhältnisse.

2. Eine Vorwandinstallation ist praktisch, weil sie eine nützliche Ablage bietet. Außerdem kann die Armatur direkt aus der Wand kommen. Was Kalkablagerungen durch stehendes Wasser verhindert. Sehr pflegeleicht!

3. Wand und Boden einheitlich fliesen, das wirkt großzügiger. Das Querformat der Fliese streckt zusätzlich. Sollten Sie gemusterte Fliesen für die Wand wählen, lassen Sie den Boden unifarben (oder umgekehrt), sonst überfrachten Sie den Raum.

4. Ein Spiegel vergrößert optisch. Je größer oder länger, je besser.

5. Auf gutes Licht am Spiegel achten und den Spot an der Decke im Duschbereich nicht vergessen!

PS: Auch im Bad ist Marmor wieder der heiße Schrei!