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Küchengestaltung

Küchenarbeitsplatten sind nicht zu beneiden!


 

Küchenarbeitsplatten sind die stummen Diener in der Küche. Harte Schläge, viel Hitze und Spülwasser muss man als Arbeitsplatte schon abkönnen. Wir sagen Ihnen, welche Materialien derzeit im Trend liegen und wie diese am besten gepflegt werden.

Küchenarbeitsplatten aus Massivholz
Massivholz bringt Wärme, Natürlichkeit und einen robusten Charme in die Küche. Als nachwachsender Rohstoff ist natürlich behandeltes Massivholz eine ökologische Wahl, die ein einzigartiges Design mit „Handschmeichler-Beschaffenheit“ verbindet. Massivholzarbeitsplatten werden aus einem „gewachsenen“ Stück Holz gefertigt und bringen „grünen“ Flair auf die Küchenzeile.

Aufgrund der natürlichen Eigenschaften des Rohstoffs sind Arbeitsplatten aus Massivholz zarter besaitet als Kunststoffe oder Stein. Messerklingen, Scheren oder Topfkanten hinterlassen Schnitte oder Riefen in der Oberfläche und ein umgekippter Topf kann auch mal dunkle Flecken hinterlassen. Achten Sie darauf, dass Fugen und Kanten (Eckverbindungen oder Einbauten) zu 100% mit Acryl oder Silikon ausgefüllt sind! Eintretende Feuchtigkeit lässt eine Massivholzplatte aufquillen.

Pflege: Massivholz schreit nach dauerhafter und regelmäßiger Pflege. Auch wenn Massivholz aus hygienischer Sicht ein hervorragender Werkstoff ist, sollte darauf geachtet werden, die Oberflächen regelmäßig mit Ölen oder speziellen Holzlacken zu versiegeln. Nach jahrelanger Nutzung lässt sich eine Massivholzplatte abschleifen und somit rundum erneuern. Die Holzoberfläche kann in regelmäßigen Abständen imprägniert werden.

Kunststoff-Küchenarbeitsplatten
Wunschoptik, pflegeleicht und robust – das ist Kunststoff. Kunststoffarbeitsplatten sind hart im Nehmen und bringen den gewünschten Look auf die Küchenzeile. Von Naturstein-Faksimile über Beton-Style bis hin zur Holznachbildung ist gänzlich alles möglich.

Der Werkstoff ist im Vergleich zu Massivholzarbeitsplatten härter und robuster. Schneidebretter für die tägliche Küchenarbeit und Untersetzer für heiße Töpfe sind trotzdem Pflicht! Laminat-Küchenarbeitsplatten werden in unterschiedlichen Qualitäten angeboten. Je dicker die Kunststoffoberfläche, umso teurer ist die Arbeitsplatte im laufenden Meter. Auch bei den Laminat-Küchenarbeitsplatten muss gewissenhaft mit Silikon oder Acryl abgedichtet werden. Das Material kann ansonsten an Einbaukanten aufquillen.

Pflege: Wasser, handelsübliche Putzmittel und Schwamm – mehr braucht man nicht um lange Freude an einer Laminatplatte zu haben. Der Kunststoff ist pflegeleicht und bei sinnvoller Abdichtung robust und langlebig.

Küchenarbeitsplatten aus Granit
Natursteinplatten liegen in dieser Saison wieder stark im Trend. Neben Schiefer und Marmor gehört Granit zu den häufig verbauten Gesteinsarten im Küchenbereich. Der dunkle Naturstein wirkt zeitlos, klassisch und edel und wird gerne in cleanen oder modernen Küchenprojekten eingesetzt. Die Haptik der Natursteinplatte tendiert in den Bereich „kühler Handschmeichler“.

In der Planungsphase der Traumküche sollte eine Granitarbeitsplatte dringend visualisiert werden. Dunkle - fast schwarzen - Oberflächen können vor allem in kleinen Räumen zu dominant oder erdrückend wirken.

Pflege: Naturstein ist robust. Aber leider nicht so robust wie gedacht. Vor allem unbehandelter Granit ist anfällig gegen chemische oder säurehaltige Putz- und Spülmittel. Im Fachhandel sind spezielle Granit- oder Natursteinreiniger erhältlich. Diese Spezialreiniger greifen die unbehandelten Oberflächen des Naturprodukts nicht an. Messerklingen, Topfkanten oder Feuchtigkeit prallen an Naturstein meist problemlos ab – Stein ist eben beständig.
 
Marmorplatten in der Küche
Marmor ist ein Klassiker! Der Naturstein wird seit Jahrhunderten dort eingesetzt, wo Schönheit passieren soll. Die wunderbare Marmorierung und die strahlkräftige Farbgebung bringen einen Hauch von Luxus, Klasse und Zauber in die Küche.

Wie Granit ist Marmor ein Naturstein und somit durchaus robust. Der Härtegrad von Marmor ist geringer als der von Granit. Im Gegensatz zu seinem „harten Bruder“ ist Marmor anfälliger gegen verkratze Oberflächen. Ebenso gilt zu beachten: Marmor ist anfällig gegen Säure! Keine Essigreinigung und Vorsicht bei der Arbeit mit säurehaltigen Lebensmitteln!

Hitze oder Wasser verkraftet eine Marmorarbeitsplatte „ohne mit der Wimper zu zucken“.

Pflege: Der Geheimtipp zur Marmorpflege ist ein altes Baumwoll T-Shirt und Olivenöl. Die Oberfläche strahlt bei regelmäßiger Anwendung über Jahre wie am ersten Tag. Gegen stärkere Verschmutzungen hilft ein spezielles Kalkpulvergemisch, welches im gängigen Baumarkt erhältlich ist. Grundsätzlich empfehlen wir Natursteinreiniger zur Pflege und Reinigung der Oberfläche des edlen Natursteins.

Betonarbeitsplatten in der Küche
Jetzt wird es heftig! Betonarbeitsplatten sind derzeit der Trend in Sachen Luxus- und Designerküche. Die maßgefertigten Arbeitsplatten verbinden alle „ich-wünsche-mir-für-meine-Arbeitsplatte-Folgendes-Eigenschaften“: hitzerestistent, kratzfest, robust, unverwüstlich, ästhetisch und beständig.

Als natürlicher Werkstoff ist Beton umweltfreundlich und schadstofffrei. Klarer Nachteil: das Gewicht! Bevor man sich einen Traum in Beton erfüllt, dringend Rücksprache mit dem Küchenbauer des Vertrauens halten. Bei Altbauten ist es ebenso ratsam einen Statiker ins Planungsboot zu holen.

Pflege: Beton ist Beton! Sobald die Oberfläche versiegelt ist, wird Beton fast unverwüstlich. Um diese Eigenschaft zu erhalten, sollte regelmäßig mit Ölen oder Wachsen der oberflächliche Porenschutz erneuert werden. Wie bei den meisten Natursteinen sollte Obacht gegeben werden, wenn es um säurehaltige Lebensmittel geht. Diese können auch bei Beton dunkle Ränder oder Farbveränderungen bewirken.

 

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Küchengestaltung

Gute Planung spart Nerven und Geld


 

Eine neue Küche ist wie ein neues Leben... oder zumindest fast! Laut Umfragen kauft sich jeder Bundesdeutsche im Durchschnitt genau 2 x im Leben eine neue Küche. Hinzu kommt, dass der Kauf einer Küche mit keinen ganz unerheblichen Kosten verbunden ist. Deshalb ist es ratsam, sich vorher intensiv Gedanken zu machen und nach Möglichkeit, Fehler in der Planung von vorneherein zu vermeiden. Wir haben die 10 häufigsten Fehler und bessere Lösungen dazu für Sie zusammengetragen... damit Sie lange Freude an Ihrer Traumküche haben.

Fehler Nummer 1... Mangelhafte Bedarfsermittlung

Wer sich mit dem Gedanken an eine neue Küche trägt, beschäftigt sich erst einmal intensiv mit der Optik, dem Look der Küche. Mindestens genauso entscheidend ist aber die Funktionalität. Denn eine Küche ist ein Arbeits- und Lebensraum, in dem sich Familie und Freunde treffen, hier wird gekocht, gegessen, gefeiert, gelebt. Deshalb muss eine Küche vielen Anforderungen gerecht werden, die weit über das „Schön aussehen“ hinausgehen.
 
 Fragen, die Sie sich stellen sollten:
- Wer wird am allermeisten in der Küche arbeiten?
- Welche persönlichen Gewohnheiten sollten berücksichtigt werden?
- Soll ein Essplatz integriert werden, wenn ja, für wie viele Personen?
- Ist die Küche offen zum Wohnraum?
- Gibt es Kinder im Haushalt oder sind welche geplant?

Tipps zur Vorgehensweise:
Machen Sie sich deshalb genau klar, was Sie sich von der neuen Küche wünschen.
Besprechen Sie diese Wünsche auch mit den anderen Familien-Mitgliedern und integrieren Sie deren Bedürfnisse.
Erstellen Sie eine Liste aller Anforderungen.
Informieren Sie sich im Vorfeld, was heute im Bereich Küche möglich ist.
Wenn Sie so vorbereitet den Gang in ein Küchenstudio antreten, werden Sie auch eine entsprechend ausgeklügelte und auf Ihre Bedürfnisse hin ausgerichtete Küchenplanung bekommen. Und sich nicht hinterher ärgern, was vielleicht alles übersehen worden ist.
 
Fehler Nummer 2... Ungenaues Küchen-Aufmaß
Das Aufmaß des Küchenraumes kann wirklich nicht genau genug sein. Jeder Millimeter ist hier von Bedeutung. Neben einem maßstabsgetreuen Grundriss sollte es auch eine oder mehrere Skizzen geben mit allen vorhandenen Elementen wie Fenster, Türen, Heizung, evtl. Wandvorsprüngen, Steckdosen sowie Wasser- und Elektroanschlüssen. Die meisten Reklamationen rühren am Ende von fehlerhaften Messungen. Deshalb empfehlen wir dringend, dies vom Fachmann übernehmen zu lassen.
 
Beratung und Aufmaß vom Küchenfachmann
hano-Küchen bietet an, das Aufmaß kostenlos durchzuführen. So kann man sicher sein, dass am Ende auch wirklich alles perfekt passt. Und nicht nur das, man kann sich gleich rundum zuhause beraten lassen. Denn so bekommt der Küchenplaner ein noch besseres Gefühl für die Räumlichkeit und den Einrichtungsstil und kann noch mehr und vor allem noch bessere Ideen für kreative Lösungen entwickeln.

Fehler Nummer 3... Die falsche Küchen-Form gewählt
Je nach Raumgröße, örtlichen Gegebenheiten, offener oder geschlossener Küche eignen sich bestimmte Küchen-Formen besser als andere. Hier sollte man nicht vorschnell die einfachere Variante wählen, sondern sich ruhig mal verschiedene Optionen planen lassen. Oft ist wesentlich mehr möglich, als man anfangs vermutet, bis hin zur Verlegung von Anschlüssen und Steckdosen oder sogar Durchbruch von Wänden.
 
Man unterscheidet grundsätzlich 6 verschiedene Küchenformen:
Einteilige Küchenzeile
zweiteilige Küchenzeile
L-förmige Küche
U-förmige Küche
G-förmige Küche
Inselküche.

Fehler Nummer 4... Zu hohe oder zu niedrige Arbeitshöhen
Wenn man eine Sache bei der Küchenplanung nicht unterschätzen sollte, dann ist es die richtige Arbeitshöhe. Diese sollte sich unbedingt an der Person orientieren, die am meisten Zeit in der Küche verbringt. Ist die Arbeitshöhe zu niedrig, stellen sich schnell Rückenschmerzen ein und verleiden den Spaß am Kochen. Wichtig zu wissen: der Herd sollte niedriger sein als die Spüle. Und wer sich insgesamt weniger bücken möchte, plant Geschirrspüler, Backofen und Kühlschrank nach Möglichkeit erhöht ein.

Fehler Nummer 5... Zu wenig Arbeitsfläche
Kochen macht nur Spaß, wenn man sich ein wenig ausbreiten kann. Nichts schlimmer, als wenn man irgendwann nicht mehr weiß, wo man etwas hinstellen soll. Deshalb ist eine möglichst große Arbeitsfläche enorm wichtig. Wo sollten überall unbedingt Arbeitsflächen sein: Links und rechts neben der Kochstelle sollten Sie unbedingt Arbeitsfläche einplanen. Gerade wenn man mal schnell einen überkochenden Topf von der Herdplatte runterziehen muss, kann das sehr sinnvoll sein. Zwischen Kochstelle und Spüle ist die Hauptarbeitsfläche, hier spielt sich das Meiste ab. Zwischen 80 und 120 cm sollten Sie hier einplanen. Denken Sie auch an etwas Arbeitsfläche neben dem Kühlschrank. Hier die Einkäufe schon mal abstellen zu können, bevor man sie in den Kühlschrank räumt, kann ebenso angenehm sein, wie die Frühstücks-Utensilien kurz zwischen zu lagern, bevor man den Tisch deckt.
 
Fehler Nummer 6... Tote Ecken
Gerade bei L-, U- oder G-Küchenformen entstehen Ecken, die auch heute oft noch toter Raum sind. Dabei muss das nicht sein. Mit cleveren Eckschränken lässt sich hier enorm viel Stauraum schaffen und dank Drehkarussell, Le Mans-Auszügen oder sogenannter „Magic Corner“-Technik kommt man einfach und bequem an alle Töpfe, Pfannen und sonstigen Utensilien und hat einen sofortigen Überblick über den Inhalt.
 
Fehler Nummer 7... Zu wenig Bewegungsfreiheit, schlechte Laufwege
Ist die Person, die am meisten in der Küche arbeitet, Rechts- oder Linkshänder? Warum das wichtig ist? Weil sich daran die Anordnung der Küchenzonen orientieren sollte. Ein Rechtshänder arbeitet zum Beispiel von rechts nach links, ein Linkshänder logischerweise andersherum. Schubladen sollten - wenn möglich - nicht in einer Ecke untergebracht werden, weil so die Griffe beim Herausziehen an den angrenzenden Schrank stoßen könnten. Überhaupt ist bei allen Eckküchen darauf zu achten, dass sich alle Türen und Schränke problemlos öffnen lassen und nicht mit anderen Schränken kollidieren. In einer Küche ist man ständig in Bewegung. Deshalb sollte man hervorstehende Kanten und Ecken vermeiden, denn sie sind unnötige Verletzungsfallen und stören die Laufwege.
 
Fehler Nummer 8... Unzureichende Lösung für den Müll
Oft wird der Müll einfach nur in einem simplen Eimer unter der Spüle vorgesehen. Dabei ist weder der Ort gut gewählt, noch lässt sich so eine vernünftige Mülltrennung vornehmen. Dabei gibt es heute durchdachte, äußerst praktische Müllsysteme, die man gleich bei der Planung mit vorsehen kann. Leicht zugänglich sollte der Platz sein und von außen natürlich unsichtbar. Die cleveren Lösungen sehen in der Regel drei verschiedene Bereiche vor, einen für Papier, einen für Bioabfälle und einen für den Restmüll. Idealerweise beendet sich der Müllbereich in der Nähe der Arbeitsfläche, die hauptsächlich für die Essensvorbereitung verwendet wird. Und eine automatische Öffnung der Türen macht Sinn, weil man meistens gerade die Hände nicht frei und sauber hat und schnell den Müll loswerden möchte. Mittels eines kurzen Drucks mit dem Knie gegen die Tür öffnet sich diese dann automatisch... wie angenehm!
Passen Sie Größe und Volumen der Müllbehälter ihren individuellen Gewohnheiten und Lebensumständen an!
Wenn Sie viel mit frischen Zutaten kochen, denken Sie an einen ausreichend großen Kompostbehälter!
Berücksichtigen Sie die Vorschriften Ihres Wohnortes zur Mülltrennung!
Vermeiden Sie störende Gerüche durch Behälter mit Deckel!
Bei Kompostbehälter ist ein integrierter Aktivkohlelter anzuraten!

Fehler Nummer 9... Geschirrspüler ist nicht in der Nähe der Spüle
Der Geschirrspüler sollte immer ganz in der Nähe der Spüle eingeplant werden. Denn manchmal spülen Sie vielleicht das ein oder andere Teil kurz vor und möchten es dann sofort einräumen, ohne eine Tropfenspur am Boden zu hinterlassen. Sehr zu empfehlen: Verwahren Sie Besteck, Geschirr und Gläser auch so gut es geht in der Nähe der Spülmaschine auf... so erleichtern Sie sich danach das Ausräumen!
 
Fehler Nummer 10... Zu wenig Steckdosen
In einer Küche muss ständig irgendetwas an Strom angeschlossen werden. Vom Kaffeevollautomat über die Küchenmaschine bis zum Toaster, Wasserkocher und Quirl. Wie ärgerlich, wenn dann immer zu wenig Steckdosen vorhanden sind. Wenn Sie also eine Küche planen, sprechen Sie Ihren Küchen-Fachmann an und fragen Sie nach Möglichkeiten. Oft können zusätzliche Steckdosen eingebaut werden. Optimal wären 10-14 Steckdosen, die man übrigens auch so platzieren kann, dass sie kaum auffallen.